2009-04-06 - 2009-04-10 - Paris

2009-04-06 - Montag

04h04 Ich werde wach – der Wecker sollte mich um 04h00 wecken !

05h10 Abfahrt nach Welkenraedt. Wir haben um 05h41 einen P-Zug nach Bruxelles – ziemlich unkomfortabel.

07h47 Ankunft in Bruxelles-Midi. Wir haben auf der Fahrt festgestellt, dass ich mich geirrt hatte, was die Abfahrtszeit unseres Thalys anging. Wir fahren nicht um 08h13 sondern um 08h43.

10h05 Ankunft in Paris-Nord. Wir bauchen 20 Minuten um den Zug und den Bahnhof zu verlassen. Dann 30 Minuten Marsch zum Hotel. Auf den Boulevards sehen wir schon einiges an interessanten Restaurants. Gegen Mittag haben wir eines der Zimmer in Besitz genommen und machen uns auf den Weg. Wunderbarstes Wetter ! Nach wenigen Minuten bin ich ohne Mantel unterwegs. Ausserdem ist relativ wenig Betrieb.
Wir gehen an den Galeries Lafayette vorbei zur Opéra Garnier, und zur Place de la Concorde.  

13h05 Ein erster Blick auf den Eiffelturm !  Weiter zum Jardin des Tuileries  Mittagessen auf der Terasse. Weiter zum Eingang des Louvre (Pyramide), dann zum Palais Royal – Spaziergang durch den Garten – Place Vendôme   und wieder Opéra Garnier.
An diesem Punkt ereilen mich die ersten Ermüdungserscheinungen – meine Füße brauchen unbedingt eine Pause !

17h30 Zurück im Hotel. Meine Schulter schmerzt von der Fototasche.

19h00 Wir starten zur Restaurantsuche. Ich denke, dass man in der Gegend des Moulin Rouge – der nicht sehr weit von unserem Hotel gelegen ist – leicht etwas finden kann und wir so auch noch was zu sehen bekommen. Leider muss ich feststellen, dass ich damit vollkommen daneben liege. Das Viertel ist in den letzten 15 Jahren (seit wir das letzte Mal hier waren) ziemlich verkommen. Thierry ist regelrecht geschockt – nicht von den Angeboten der Boutiquen sondern vor allen Dingen vom allgemeinen Zustand.
Niemand hat Lust weiter vom Hotel weg zu wandern also wenden wir uns in Richtung Bd Chateaudun und landen bei einem Japaner – nicht schlecht !

22h00 Alle kippen totmüde ins Bett

2009-04-07 – Dienstag

07h15 Wecker – ein wenig Aufräumen – Frühstück
Ein beinahe lästig gut gelaunter Kellner nimmt uns in Empfang. Er kennt meine legendär schlechte Laune vor der zweiten Tasse Kaffee logischerweise nicht und bekommt von mir ein paar dementsprechende Antworten, die er allerdings als Herausforderung annimmt. Im Laufe der Tage wird sich herausstellen, dass Sauf-Ian ein netter Kerl ist!
Aufbruch zum Musée de la Science et de l'Industrie.
Das Wetter ist düster und merklich kühler als gestern.

10h00 Anstellen um unsere Karten für das Museum zu bekommen, denn obwohl wir Museumspässe haben müssen wir anstehen – die Kinder zahlen hier Eintritt! Eine tierisch lange Schlange und drei von zwölf Kassen sind geöffnet. Als wir dran sind werden zwei weitere Schalter besetzt. Wir nehmen Planetarium um 15h00 zusätzlich.

11h05 Wir haben unsere Karten und stellen uns nun an der Karten- und Sicherheitskontrolle an. Dies nimmt noch einmal c.a. 15 Minuten in Anspruch, so dass wir gegen 11h30 unsere Visite beginnen können.


Vieles erinnert an die Ausstellungen, die wir 2006 im Futuroscope besucht haben. Genau wie dort sind auch hier einige der aufgebauten Experimente fehler- oder schadhaft. Schade !

13h00 Hunger macht sich breit – Erste Etage: Café-Restaurant – ausgebombt !
Zweite Etage: Café-Bistro – c.a. 10 Baguette vorrätig – mindestens 25 Leute vor uns dran !
Zweites Untergeschoss: Schnell-Imbiss à la McD – keine Baguette mehr – Riesen-Schlange – wir bekommen letzten Endes 4 Kindermenus mit Cola.

14h40 Das Essen ist endlich verdrückt. Wenn ich bedenke, dass wir c.a.15 Minuten für das reine Essen benötigt haben (wahrscheinlich eher nur 10) haben wir eine 1h35 für die Futtersuche verwendet. Mit den 1h30 um ins Museum zu kommen haben wir 3h05 von 4h40 gestanden!

15h00 Wir mussten wieder durch die Karten- und Sicherheitskontrolle und kommen wenige Minuten vor Filmbeginn am Planetarium an. Der Film über kosmische Kollisionen ist allerdings toll gemacht!

15h30 Ende der Vorstellung. Wir besichtigen noch die Ausstellung lumière und machen uns um

17h00 per U-Bahn wieder auf den Weg zum Zentrum. Mittlerweile scheint wieder die Sonne!

17h30 Ankunft am Arc de Triomphe. Da die Kinder hier gratis Eintritt haben, gehen wir direkt zum Treppenaufgang. Dort werden wir zurück geschickt, denn die Kinder brauchen (Gratis-)Tickets. Also doch wieder anstellen, um die Tickets zu bekommen! Der Beamte am Treppenaufgaufgang meint, als ich zurückkomme, das hätte doch an der Kasse aufgehangen. Als ich darauf entgegne, dass ich ja im Glauben, die Kinder brauchen keine Tickets gar nicht an der Kasse gewesen sei, ernte ich nur einen verwirrten Blick. Habe im Moment keine Lust noch mehr Zeit zu verlieren um ihm das aufzumalen. Ab in die Treppe ! 194 Stufen mit einer bleischweren Fototasche, die nur auf meiner (mittlerweile durchgescheuerten) linken Schulter hält. Oben angekommen, glaube ich, ich würd nie mehr aufstehen können

18h25 Nach kurzem Aufenthalt auf der Sitzbank und im Museum/Shop kommen wir auf der Aussichtplattform des Arc de Triomphe an. Herrliches Wetter und klare Luft ermöglichen eine tolle Sicht über Paris. Auf der Plattform patrouillieren zwei Sicherheitsleute in Zivil – klasse Job!

19h00 Wir machen uns auf den Rückweg. Ich fotografiere noch die Wendeltreppe.

19h15 Spaziergang über die Champs Elysées zu unserem nächsten Ziel, einem korsischen Restaurant in der Rue Jean Mermoz wo wir c.a. 19h40 ankommen.
Die Bedienung ist super-freundlich! (auch meine Fototasche wird nicht durchsucht ;-)). Wir essen so typisch wie es geht. Plateau de charcuterie – gefülltes Genüse.
Als Nachtisch esse ich eine korsische Käseplatte (fromages du berger). Bei einem der Käse wird mir beinahe schlecht ! Ich versuche ihn mit dem Confit, das dazu gereicht wird und habe ein wunderbares Geschmackserlebnis.

23h00 Rückfahrt per U-Bahn zum Hotel
Ich packe die Foto-Ausrüstung in einen unserer Rucksäcke, denn meine linke Schulter hält das Tragen der Tasche garantiert nicht noch einen Tag aus. Danach Duschen und 'Ins-Bett-Kippen'.

2009-04-08 – Mittwoch

07h30 Aufstehen und Frühstück. Der Louvre öffnet um 09h00

08h45 Ankunft am Louvre und Anstellen an einer Tür für Pass-Inhaber. Auf Nachfrage bei einem der Angestellten, der zufällig vorbei kommt, erhalte ich die Auskunft, dass die Kinder keine Eintrittskarten benötigen. Wir stehen trotzdem geschätzte 15 Meter vom Eingang !

08h50 Ein äußerst schlecht gelaunter Angestellter des Louvre schnauzt die versammelte Schlange an, wir würden den Durchgang blockieren. Er schaut mir in die Augen als würde ich jeden Moment eine Tracht Prügel beziehen und sagt laut wir sollen uns hier und so (zeigt mit der Hand eine Richtung) anstellen – was wir ob der potenziellen Bedrohung auch tun. Prompt beträgt die Entfernung zum Eingang noch knappe 2 Meter – GRINS !

            Wir werden etwas vor 09h00 eingelassen und die Kinder passieren tatsächlich ohne Ticket den Eingang. Ankunft an der Sicherheitskontrolle – kein Durchkommen mit Rucksack – der muss an der Garderobe abgegeben werden, darf dann allerdings keine Wertsachen enthalten. Also verteilen wir die Objektive und sonstigen Zubehörteile auf die zur Verfügung stehenden Taschen.

09h08 und 42 Sekunden – Wir passieren wieder die Sicherheitsbeamtin (ich mache ein Foto) und rasen dann zur 'Mona Lisa'.

09h17 und 14 Sekunden : Ich kann tatsächlich ein vernünftiges Foto von der alten Dame machen !  

            Die restliche Besichtigung gehen wir wesentlich ruhiger und gelassenener an. Die Venus von Milo ist offensichtlich gerade erst an einen neuen Platz gebracht worden. Jedenfalls stehen wir zuerst vor einer leeren Mauernische, in der laut Auskunfttafel die Venus stehen sollte, und ich glaube schon an mein sagenhaftes Pech, dass ich manchmal haben kann; dann finden wir die Statue aber c.a. 20 Meter weiter in einem offensichtlich neu renovierten Gang, der bis auf die Venus leer ist. 

            Zu unserer eigenen Überraschung sehen wir eine Menge der angebotenen Kunstwerke und finden sogar die mesopotamischen Statuen, die uns vor 15 Jahren beeindruckt hatten wieder. Die meiste Zeit verbringen wir bei den Ägyptern, sehen die Appartements von Napoleon III und die grieschischen und französischen Bildhauer.

11h50 Wir beschliessen, genug vom Louvre gesehen zu haben und wollen uns auf den Rückweg zur Pyramide machen, als wir zufällig auf die erst kürzlich zugänglich gemachten Fundamente der alten Festung stoßen. Also besichtigen wir die auch noch

12h22 Nachdem – wieder ziemlich unfreundlich – unsere Sicherheitsbedenklichkeit geprüft wurde, haben wir – diesmal wieder von einem sehr freundlichen Kellner – Kaffee bekommen. Die Halle unter der Pyramide ist jetzt proppevoll und es ist tierisch laut. Ich glaube nicht, dass ich es unter diesen Umständen länger als eine Stunde im Louvre ausgehalten hätte. Glück gehabt!
Nach dem Kaffee machen wir uns auf den Weg zur Ile de la Cité. Wir spazieren entlang der Seine – wir haben kein besonders Touristen-freundliches Wetter, aber es ist auszuhalten. Kurze Besichtigungstour der Ile und ab zur Cathedrale Notre Dame de Paris. Schlange stehen, aber keine Sicheheitskontrolle. Eine Runde durch den Innenraum – Thierry möchte noch auf's Dach (300+ Stufen), kommt aber nach 15 Minuten zurück : Schlange wie ein Donnerwetter und während der 10 Minuten, die er angestanden hat sind 2 Leute herein gelassen worden.

14h15 Essen im 'Aux tours de notre Dame' – Nicht übel, ziemlich teuer, Kellner super-freundlich!   

15h30 Anstellen zur Besichtigung der Sainte Chapelle – kein gesonderter Eingang für Pass-Inhaber! Gegen 16h00 geben wir auf, da wir für 17h30 die Besichtigung des Eiffel-Turms gebucht haben und c.a. 20 Minuten vorher dort sein sollen. Schauen uns noch ein wenig Saint Michel an, da es auf dem Weg zur Metro-Station liegt. Der schnellste Weg zum Eiffel-Turm ist der RER.

16h38 Ankunft Quai Branly – Spaziergang zum Eiffel-Turm. Das Wetter ist nicht ideal, aber nicht zu ändern; unsere Laune ist ob der Vorfreude aber sowieso gut. 

16h51 Der Schock sitzt tief : der Eiffel-Turm wird bestreikt !
Nicht zu ändern. Laut Auskunft vor Ort ist dies das erste Mal in seiner Geschichte, dass der Eiffel-Turm wegen Streik geschlossen ist. Telefoniere mit dem Reisebüro: ich soll die Notfall-Nummer des Reiseveranstalters anrufen und mir eine Bescheinigung besorgen, dass gestreikt wird (als ob bei einem Streik sich jemand hinsetzt und Bescheinigungen verteilt). Die Notfall-Nummer ist natürlich bei unseren Unterlagen im Hotel.
Rückfahrt zur unserem Hotel am nächsten gelegenen Metrostation und prompt verlaufen wir (ich) uns (mich). Anruf bei der Hotline des Reiseveranstalters. Wir beschliessen in Beaubourg unser Glück zu versuchen und das Centre Pompidou zu besuchen, dass wir eigentlich wegen offensichtlichem Zeitmangel (Warterei) bereits von der Liste gestrichen hatten. 

19h00 Ankunft am Centre Pompidou – Eingang: keine Kontrolle ! Innenhalle: Schlange an der Kasse. Wir nehmen den Aufzug zur ersten Etage – Ticket- und Sicherheitskontrolle. Ich sage der Dame freundlich, dass sie zwei Erwachsene mit Museums-Pass und zwei Kinder unter 18 Jahren vor sich hat, die um Einlass in das Museum und die Bibliothek bitten. Ich bekomme als Auskunft, dass ich mit dem Rucksack keinen Zutritt bekomme, diesen aber, da ich einen Museum-Pass habe, gratis an der Garderobe abgeben kann (natürlich dürfen keine Wertgegenstände darin gelassen werden – aber das Spiel beherrschen wir jetzt schon). Also ab in die Schlange – es gibt hier eine (sehr lange) zum Abholen und ein (lange) zum Abgeben. Als ich in Sichtweite des Schalters gelange beschliesst die offensichtlich weisungsbefugte der beiden diensthabenden Damen lautstark, dass jetzt zuerst die Schlange abzuarbeiten ist, die abholt, da die Regale voll sind und diese zuerst geleert werden müssen, bevor neue Sachen eingeräumt werden können – ich bin wohlgemerkt nicht freiwillig hier! Das Warten zehrt an den Nerven – ein Paar aus Deutschland, die vor mir in der Schlange stehen fragt sich bereits ob sie überhaupt noch die Zeit haben werden, das Museum ansatzweise zu besuchen (es schliesst um 21h00 und offensichtlich sind sie kunst-interessiert). Das Abarbeiten der Abhol-Schlange dauert um so länger, als die nicht-weisungsbefugte der beiden Damen offensichtlich auf Annahme spezialisiert ist – sie kommt (kein Witz und keine Übertreibung) nicht ein einziges Mal mit den richtigen Sachen zurück!

19h34 Die Warterei hat ein Ende – das Abarbeiten meiner Schlange dauert keine 2 Minuten – ich entschuldige mich bei der Diensthabenden, die mich bedienen muss, für mein Hiersein!

19h36 Einer plötzlichen Eingebung folgend frage ich den mittlerweile arbeitslosen Kassierer, ob die Kinder eine (Gratis-)Eintrittskarte benötigen – sie benötigen und bekommen auch sofort. Die (unfreundliche) Dame an der Karten- und Sicherheitskontrolle findet jetzt an unserer Präsenz nichts mehr auszusetzen und gewährt uns Einlass.

            Wir fahren mit der Rolltreppe ganz nach oben (6. Etage) und ich mache einige Panorama-Fotos. Danach besichtigen wir das Museum (4. und 5. Etage) und stellen gemeinsam fest, dass wir im Großen und Ganzen nichts mit moderner Kunst anfangen können. Ich finde immerhin einige Fotografien und bin fasziniert von der Qualität der Abzüge von Man Ray. Solches Fotopapier wird schon lang nicht mehr hergestellt !

20h14 Vanessa möchte an der 'Tout va bien' (alles ist gut) – Wand fotografiert werden.  

            Überflüssig zu bemerken, dass wir keinen Einlass zur Bibliothek gewährt bekamen – die Hinweisschilder waren eindeutig genug um von jedem Versuch abzusehen.
Wir machen uns auf die Suche nach der rue de Montmorency, wo in einem Haus, dass Nicolas Flamel gehörte (Harry Potter Fans wissen von wem ich rede) heute ein Restaurant betrieben wird.
Trotz der Tatsache, dass wir nicht reserviert haben gewährt man uns Einlass und Bedienung. Wir essen königlich, werden dementsprechend bedient und zahlen auch so …

           

23h19 Wir treten den Rückweg zum Hotel an und beschliessen auf der Fahrt, dass wir morgen ausschlafen.


2009-04-09 – Donnerstag

09h05 Keine Ahnung wann wir aufgestanden sind – jedenfalls sind wir jetzt startklar.
Es ist bewölkt aber trocken.
Für heute haben wir vor einige Touren mit den Bussen der Open-Tour zu machen. Wir marschienen zur rue Aubert an der Opera Garnier und finden erstmal die Haltestelle nicht. Wir fangen mit der 'grand tour' an, haben aber nicht sofort Sitzplätze. Nachdem wir die Runde gemacht haben lassen wir uns vom selben Bus zur Cathedrale fahren, wo wir die blaue Tour anfangen.

 

13h50 An der Opera Bastille – mittlerweile ist es wieder sonnig schön – verlassen wir den Bus um zu Mittag zu essen. Wir essen in einem Bistro – es gibt blondes Leffe am Fass – und haben wieder einen super-freundlichen Kellner. Vanessa bestellt eine sole meunière, die der Kellner am Tisch filettiert, dass es eine Fernsehsendung wert wäre. Danach ist keine einzige Gräte auf dem Teller!

15h05 Wir verlassen das Bistro und stellen uns an der Haltestelle des Busses auf...

15h28 Der Bus kommt ! Wir setzen unsere Fahrt fort, bis wir wieder an der Cathedrale sind. Aussteigen, über die Seine zur Haltestelle für die 'tour orange', die wir komplett machen.

           

17h30 Zurück an der Cathedrale nehmen wir den Bus der 'grand tour' und lassen uns zur Place de la Concorde fahren.  

            An der Madeleine trinken wir was (ich zahle 9,40€ für 25cl Leffe blonde - ohne Käse) und besprechen den Rest des Tages. Wir beschliessen, die Metro zum Quartier de Montmartre zu nehmen (wir müssen jetzt zahlen).
Beim Verlassen der Metro-Station Abbesses müssen wir wieder (ich hab' sie nicht gezählt) Treppenstufen erklimmen – mir bleibt wieder die Luft weg; meine Schulter ist zwar durch den Rucksack nicht gefordert, aber das Gewicht bleibt. Auf dem Weg zu Sacré Coeur kommt es zu einem kleinen Scharmützel mit einem Straßenverkäufer, der Vanessa ein Freundschaftsarmband machen will. Da Thierry nicht wie wir den Funiculaire de Montmartre nehmen möchte, sondern die Treppe erfahren wir erst als wir am Fuße von Sacré Coeur ankommen, dass er ein solches Band gratis bekommen hat (der Verkäufer wollte eigentlich 5 Euro, aber Thierry hatte keinen Cent dabei...).
Nach einer kurzen Besichtigung der Kirche (es läuft gerade ein Gottesdienst) gehen wir zur Place du Tertre, kaufen ein paar Souvenirs (und eine Postkarte) und geniessen die einmalige Stimmung dieses Ortes bei Sonnenuntergang.  

20h30 Der Park vor Sacré Coeur wird geschlossen – wir treten unseren Rückmarsch zur City an.
Essen in einem chinesischen Restaurant nahe bei unserem Hotel – niemand hatte mehr Lust nach dem Essen noch lange gehen zu müssen.


2009-04-10 – Freitag

07h30 Aufstehen und Koffer packen – Niemand hat gut geschlafen, weil es aus irgendeinem Grund die ganze Nacht über stickig gewesen ist. Frühstück und Abschied von Sauf-Ian. Auschecken – knapp 15 € für 8 cl Bourbon...

10h00 Entern La Fayette und kaufen ein paar Kleinigkeiten. Ich schaffe es tatsächlich, einer Verkäuferin, eine der Original-Tüten abzuschwatzen. Die Kuppel über dem Geschäft ist sa-gen-haft!!!!
Danach noch ein kurzer Sprung zum Printemps – unter der Kuppel befindet sich das Restaurant, aber wir finden keinen Kellner, der gewillt ist uns einen Kaffee zu verkaufen...

 

11h15 Genug vom Einkaufen – es gibt noch eine Tour mit den Bussen zu machen ! Um 11h25 entern wir den Bus der gelben Linie und fahren die gesamte Tour bis 12h35.
Besonder ich bin jetzt ziemlich fertig – ich habe wieder mein Abfahrts-Tag-Syndrom (am liebsten mache ich mich am letzten Tag einer Reise sofort nach dem Frühstück auf den Heimweg). Wir beschließen noch ausgiebeig zu essen und unsere Wahl fällt auf das Grand Café Capucines. Wir werden wieder einmal vorzüglich bedient – auch wenn die turbulente Art einer Kellnerin im Umgang mit dem Geschirr an auditive Körperverletzung grenzt – und essen für einen relativ bescheidenen Obulus (für Paris-Verhältnisse) doch recht gut. Eine kurze Frage meinerseits an einen Kellner (wir fragen uns schon während des gesamten Aufenthalts woher wir die Schauspielerin Audrey Tautou kennen – ihr neuer Film 'Coco' wird massiv beworben – es war wohl 'Da Vinci Code') führt zu einem regelrechten Personal-Auflauf : der Kellner weiss keine Antwort, holt eine Kollegin aus der Garderobe, was wiederum die Saal-Chefin auf den Plan ruft, die sich fragt, was los ist. Wir erhalten unsere Auskunft und alle sind zufrieden.

14h45 Ankunft – nach einem kurzen Spaziergang – am Hotel und Übernahme der Koffer, die wir dort abstellen konnten. Letztendlich habe ich vergessen, dem Personal ein Trinkgeld da zu lassen. Wir beschliessen, den Weg zm Bahnhof zu Fuß zurück zu legen und brauchen gut 20 Minuten. Warten auf den Zug und Heimfahrt ohne Probleme.

20h02 Das Garagentor ist zu, die Reise zu Ende.